Keto bei Diabetes und Medikamenten: vorher abklären
Blutzucker kann sich unter sehr kohlenhydratarmer Ernährung verändern. Dadurch können Medikamente zu stark wirken oder Risiken entstehen.
Wer Diabetesmedikamente verwendet, sollte eine deutliche Kohlenhydratreduktion nicht wie ein gewöhnliches Rezeptprojekt behandeln. Der Glukosebedarf und damit die Wirkung bestimmter Medikamente können sich rasch verändern.
Typ-1-Diabetes
Bei Typ-1-Diabetes besteht ein grundsätzliches Ketoazidose-Risiko bei Insulinmangel. Eine ketogene Ernährung gehört deshalb in erfahrene medizinische Hände. Insulin darf nicht eigenmächtig reduziert oder abgesetzt werden.
SGLT2-Hemmer
Wirkstoffe dieser Gruppe können eine sogenannte euglykämische Ketoazidose begünstigen, bei der der Blutzucker nicht zwingend extrem hoch sein muss. Stark kohlenhydratarme Ernährung, Fasten, Krankheit oder Dehydrierung können in diesem Kontext relevant sein.
Insulin und Sulfonylharnstoffe
Wird die Kohlenhydratzufuhr deutlich reduziert, kann das Hypoglykämie-Risiko bei bestimmten blutzuckersenkenden Therapien steigen. Medikamentenanpassungen gehören in die behandelnde Praxis.
Typ-2-Diabetes
Sehr kohlenhydratarme Ernährung kann bei manchen Menschen Blutzuckerparameter und Gewicht verbessern. Reviews zeigen jedoch nicht in jedem Zeitraum einen Zusatznutzen gegenüber anderen gut durchgeführten Ernährungsinterventionen. Die passende Strategie ist individuell.
Diese Seite vermittelt allgemeine Ernährungs- und Gesundheitsinformationen. Sie ersetzt keine individuelle Diagnose, Behandlung oder Medikamentenanpassung.